Visualtraining

Sehen bedeutet Wahrnehmen

Optometrisches Visualtraining ist ein individuell auf das visuelle Problem des Einzelnen abgestimmtes Trainingsprogramm. Ein mit Hilfe der funktionaloptometrisches Mess- und Prüfverfahren analysiertes Defizit der visuellen Wahrnehmung wird mit speziellen Übungen „aufgearbeitet“. Es kann nur bei gesunden Augen Anwendung finden. Ziel des Visualtrainings ist es, durch das individuelle Trainingsprogramm das visuelle System von Grund auf aufzubauen, zu entwickeln und zu festigen, damit die täglichen visuellen Anforderungen besser bewältigt werden können. Bei jedem Trainingstermin werden jeweils exakt aufeinander abgestimmte Übungen zur Augenmotorik, zur Vergenz, zur Akkomodation und zur Perception gezeigt und erläutert. Damit eine dauerhafte Integration in das visuelle System erfolgen kann, wird die jeweilige Stufe des Lernprozesses berücksichtigt.
Alle 14 Tage wird dieser Status in unserem Institut überprüft, damit neue weiterführende Übungen erklärt werden können. Diese Übungen müssen dann täglich ca. 15 Min. zu Hause wiederholt werden.

Die Mühe lohnt sich, denn Ausdauer und Motivation führen zum dauerhaften Erfolg.
Die meisten Wahrnehmungs-Probleme oder Teilleistungs-Störungen erfordern darüberhinaus eine genau abgestimmte interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Eltern, Erziehern, Lehrern, Ergotheratpeuten, Heilpädagogen, Motopäden, Osteopathen, Myoreflextherapeuten, Craniosacraltherapeuten, Logopäden, Psychologen, Hör- und Klang-Therapeuten, Kinderärzten, Allgemeinmedizinern, Fachärzten für Naturheilverfahren, Fachärzten für Augenheilkunde, HNO-Ärzten, Neurologen u. a.

 

 

Wem kann die Funktionaloptometrie mit Visualisierung helfen?

Kindern mit Lese-/Rechtschreibproblemen Oft sind Wahrnehmungsstörungen die für Lese-/Rechtschreibschwäche. Diese lassen sich durch Visualisierung bessern bzw. beheben.

Kindern mit Konzentrationsschwierigkeiten/Aufmerksamkeitsdefiziten
(ADS / ADHS)
Kindern mit Lernschwierigkeiten Amblyopen (Personen mit herabgesetztem Sehvermögen eines oder beider Augen)
wenn die Amblyopie funktionell bedingt ist, lässt sie sich meistens durch ein gezieltes Visualtraining beheben.

Personen nach Schleudertrauma funktionale visuelle Wahrnehmungsprobleme nach Traumata können systematisch aufgearbeitet werden.

Personen am Bildschirm-Arbeitsplatz auch bei Belastung durch einen Bildschirm-Arbeitsplatz lässt sich die Leistungsfähigkeit des Sehens durch das richtige Visualtraining deutlich steigern.
Myopen (Personen mit Kurzsichtigkeit) unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit mildern und sogar stoppen.

Presbyopen (Altersichtigen) durch spezielles Visualtraining lässt sich die Flexibilität der Augen zur Scharfstellung in der Nähe verbessern.

Sportlern durch entsprechendes Visualtraining lässt sich die Leistungsfähigkeit von Sportlern erhöhen.

Falls Sie Ihre visuelle Wahrnehmung oder die Ihres Kindes analysieren lassen möchten oder wir Ihr Interesse am Visualtraining geweckt haben sollten,
vereinbaren Sie doch einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch. Wir stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen für die Eltern

Gibt es bei Ihrem Kind eine oder mehrere der hier aufgeführten Auffälligkeiten – und ist eine Erkrankung als Ursache auszuschließen (Abklärung durch einen Mediziner) – so können diese von Störungen des beidäugigen Sehens verursacht oder verstärkt worden sein.

Lese- und Rechtschreibprobleme, schlechtes Schriftbild, „Rate-Lesen“, Lese-Unlust, Konzentrationsschwächen, häufige Flüchtigkeitsfehler, Worte/Endungen weglassen, Buchstaben verwechseln/umdrehen (d – b, p -q, n – m), häufig „träumen“, zu kurzer Lese/Schreibabstand usw.

Schnelles Ermüden beim Lesen/Schreiben/Lernen, öfter Augenschmerzen, Augenbrennen, Augentränen, Augen verrollen, häufiges Blinzeln/Reiben, Kopfschmerzen (in den ersten Lebensjahren eher Bauchweh), Schwindel, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit (z. B. beim Schaukeln oder Autofahren), kneift öfter die Augen zusammen usw.

Ungeschickte Grobmotorik, Gleichgewichtsprobleme, öfter anecken/stolpern, mangelhafte Auge-Hand-Koordination, etwas umwerfen oder fallen lassen, schlechte Feinmotorik, allgemeine Ungeschicklichkeit (tollpatschig), Angst vor Höhenunterschieden – auch beim Turnen/Balancieren usw.
Schlechtes Gruppenverhalten, ungeduldig oder aggressiv, introvertiert oder impulsiv, auffällige Zappeligkeit, ängstlich, kaum Freundschaftskontakte („Stubenhocker“) usw.

Die üblichen Augen-Routine-Untersuchungen vermögen solche verdeckten Sehstörungen in der Regel nicht aufzudecken. Es scheint „alles in Ordnung“ zu sein. Die Eltern fühlen sich in Sicherheit.

Diese Sehfunktions-Defizite oder Teilleistungsstörungen werden jedoch vom speziell dafür ausgebildeten Funktional-Optometristen im 21-Punkte-Messverfahren und ergänzenden Funktionstesten nach OEP festgestellt, analysiert und – sofern eine Fern- und/oder Nahbrille allein nicht ausreicht – in einem individuell abgestimmten optometrischen Visualtraining  gemildert oder behoben.